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02
Nov
09

Guffert – 2195 Hm

Endlich mal wieder in die Berge. Zwischen Tegernsee und Eschenlohe sind fast alle Gipfel bezwungen, folglich muss ich etwas weiter fahren. Ein Gipfel der schon lange auf der Haben-Wollen-Liste stand war der Guffert, einer der ersten schroffen Gipfel nach dem Alpenvorland.

Die Gehzeit ist mit 6 1/4 Std. angegeben. Ich werde letztendlich 6 Stunden brauchen, obwohl ich mich noch leicht verstiegen und eine Viertel Stunde extra mache.

Gegen 10 Uhr starte ich vom Parkplatz der Unteren Bergalm kurz vor Steinberg. Ohne die lästige Forststraßenhatscherei gehts gleich zur Sache und auf den Steig kurz hinter der Bergalm.

Er begint recht steil, und man gewinnt rasch an Höhe. Dann geht es etwas gemächlicher aber immer noch ansteigend an der verfallenen Stubachalm dahin. Ob der Stubachalm quere ich praktisch die gesamte Nordflanke des Gufferts.

Es bieten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegenden Gipfel des Juifen und der Blauberge. Unterwegs sehe ich ein paar Gämsen im Dickicht. Mehrere Male muss ich Gräben queren, welche jetzt allerdings kaum noch Wasser führen. Dafür nimmt der Schnee auf dem Weg immer mehr zu und ich lege dann doch meine Inov Gamaschen an.

Diese schützen allerdings mehr schlecht als recht. Durch den Tanka an der Ferse werden sie immer wieder über die Ferse geschoben wenn ich durch die Schneedecke breche.

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Auf dem Rücken zwischen Guffert und Schneidjoch mache ich erst mal 10 Minuten Pause und genieße den Blick auf die Issalm. Außerdem suche ich in der Nordflanke nach dem Aufstieg. Dieser lässt sich nur erahnen. So wie mein Weg bis hierher.

Seit den letzten Schneefällen vor etwa einer Woche scheine ich nämlich der erste zu sein der den Nordanstieg in Angriff nimmt. Das wird mir auch gleich zum Verhängniss. Da sich der Steig nur noch schwer ausmachen lässt versteige ich ich glatt und muss umkehren.

Letztendlich finde ich doch noch den mit Seilen und Eisen gesicherten Nordeinstieg. Allerdings verlangt das Queren der Schneefelder doch schon einiges. Mittlerweile sind diese hier oben so steil das ein Rutscher fatale Folgen haben könnte. Zum Glück ist der Schnee etwas sulzig so das ich kaum Schwierigkeiten habe Stufen mit den Inovs zu treten.

Recht steil geht es die Rampe herauf. Fehler sollte man sich hier wegen der zu querenden Schneerinnen keine erlauben. Über den Felsrücken geht es weiter bergauf. Da rechts verdammt viel Schnee liegt entscheide ich mich für einen Schlenker der mehr über die Latschen und offenen Felsstellen führt.

Auf dem Grat angekommen wende ich mich nach Westen dem Gipfelgrat zu. Hier kann ich auch wieder Spuren ausmachen, welchen ich folge. Der Anstieg dauert noch mal eine halbe Stunde. Oben angekommen trage ich mich in das Gipfelbuch ein. Ich bin, bis auf einen Besucher gestern, der erste seit 2 Wochen der hier oben ist. es ist 14 Uhr.

Ich raste 1 Stunde, koche mir Nudeln, Kartoffelpü und Kaffee und werde von etwa 10 Dohlen mächtig genervt.

Gegen 15 Uhr steige ich ab. Zum Glück kann ich den Spuren folgen was die Wegfindung wesentlich erleichtert. Außerdem spare ich mir dadurch bei jedem Schritt bis an die Knie einzubrechen. Ganz vermeiden lässt es dich trotzdem nicht. Auf dem Ostgrat zum Guffertstein nehme ich den Südabstieg durch die Latschen. Den Nordanstieg wieder runterzugehen wäre ein Ding der Unmöglichkeit.

Der Weg zieht sich ewig durch die Latschen, gewährt aber noch mal wunderschöne Blicke auf der Guffert.

Bald sind die Inovs innen klitschnass, zum Glück sind die Füße warm. Gegen 16 Uhr kommt mir doch tatsächlich jemand entgegen und fragt wie weit man denn hoch könne. Meine Info das es da oben ein ganz schöne Gewühle im Schnee wird ignoriert er und steigt weiter auf. Vor Einbruch der Dunkelheit schafft er es jedenfalls nicht mehr runter.

Ich fühle mich weniger geschafft als von den 1300 Hm erwartet. Kurz nach 17 Uhr bin ich am Auto. Gut so, denn kaum fahre ich los wird es finster…

(Noch mal würde ich die Tour bei den Schneeverhältnissen allerdings nicht machen. Die Inova waren zwar noch sehr griffig, was ich aber auch dem pappigen Schnee zu verdanken hatte. Bei Frost wäre das ganze weniger spaßig geworden. Weiter oben hätte ich mir dann doch Steigeisen und Pickel gewünscht. Außerdem sind die Inovs nach nun fast 600 Km alles andere als wasserdicht.

Das nächste Mal kommen wieder meine Bergstiefel mit und die Inovs bleiben Schönwetterschuhe.)

Mehr Bilder gibts im Album..

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25
Mai
09

Benediktenwand

Da wir über Himmelfahrt bei einer Freundin in Penzberg zu Besuch waren, wollten wir uns die Chance nicht entgehen lassen wenigstens eine Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Das Wetter war in den Tagen recht unbeständig und so entschieden wir uns, trotz recht guter Wetterprognose, die 1000 HM zur Benediktenwand in Angriff zu nehmen, da dort die Möglichkeit besteht bei Schlechtwetter in die Schutzhütte auszuweichen. Wie wir sehen sollten war die Entscheidung die richtige.

Zudem bot die Tor wieder mal wieder Gelegenheit a bissl Equipment zu testen…

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Als Aufstiegsvariante nahmen wir diesmal Variante von Petern in der Jachenau, da ich die anderen mehr oder weniger kannte.

Der Weg zog sich anfangs recht steil über einen Sattel, dann etwas flacher Richtung Tanner Alm und aufwärts zur Bichler Alm. Um das Höllloch, dann ging es richtig steil über Geröll den Altweibersteig die Nordseite der Benediktenwand hinauf. Rückzu wollten wir auf jeden Fal einen anderen Weg nehmen, da dieser bergab sicher nicht ganz ohne ist.

Eigentlich war der Plan die Nacht zwischen den Latschen zu verbringen. Als es gegen 4 Uhr allerdings mit tröpfeln anfing, haben wir es doch vorgezogen in die Hütte umzuziehen. Nachts pfiff der Wind ganz schön laut um die Hütte, so das es mit dem Einschlafen etwas dauerte.

Gegen Morgen war es dann richtig zugezogen und regnerisch.

Nach dem Frühstück ging es weiter dem Grat folgend Richtung Brauneck über nassen glitschigen Fels und Altschneefelder. Bei den Querungen war doch etwas Obacht geboten. Meine Inov Trailrunners erwiesen sich dabei ordentlich griffig und kein bisschen überfordert.

Mittlerweile kam auch langsam die Sonne wieder durch die Wolken, so das die Goretex Bekleidung im Rucksack verschwinden konnte.

Kurz vor der Idealhanghütte hatten wir dann noch eine Begegnung der besonderen Art. 3 Steinböcke lagen ca. 15 Meter abseits des Weges im Geröll, und ließen sich durch unsere Anwesenheit und unser Fotografieren überhaupt nicht stören. (1967 hat man  ein paar von ihnen im Brauneckgebiet ausgewildert, und diese haben sich anscheinend recht gut vermehrt.)

Bei der Idealhanghütte genehmigten wir uns Radler und Strudel und folgten danach dem Höhenweg zurück in die Jachenau.

Zum Schluss waren wir doch recht fertig, vor allem durch die Bergab – Hatscherei die wir Flachlandtiroler nicht gewöhnt sind. Es war trotzdem einfach eine super Tour.

Einige Fotos der Tour..




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