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07
Apr
10

RAB Demand Pull-On …. ultraleichter eVent Schlupfer

Schon eine ganze Weile war ich auf der Suche nach einer sehr leichten, wasserdichten Regenjacke. Ich war es einfach leid auf Tagestouren meine mit 440 Gramm verhältnismäßig schwere Marmot Exum in die Berge zu tragen.

Als sehr leichte Alternativen sind mir unter anderem die Marmot Essence und Marmot Mica mit dem marmoteigenen Gewebe Membrain Strata ins Auge gefallen. Obwohl diese Varianten weit unter 200 Gramm wiegen kann ich mich nicht wirklich mehr für eine beschichtete Jacke erwärmen. Aus eben diesem Grund ist der auch TNF Triumph Anorak durchgefallen.

Die Überlegung war auch schon wieder zu Nadel und Faden zu greifen. Leider scheidet diese Variante zur Zeit wegen Zeitmangel aus.

Vor ein paar Monaten bin ich zufällig auf den von RAB für das Frühjahr 2010 angekündigten Demand Pull-On aufmerksam geworden….und habe mich entschieden zu warten,

Es hat sich gelohnt! Der Schlupfanorak aus 3-lagigem eVent ist für meine Zwecke perfekt. Hier ein paar Eckpunkte…

  • Gewicht 275 Gramm in Größe L (nachgewogen)
  • wasserdichte Reißverschlüsse
  • helmtaugliche Kapuze mit Volumenregulierung und Drahtversteifung
  • halber Schnürzug um unteren Saum
  • Elastikbündchen
  • schmales Nahtband
  • passt mir (180 cm / 70 kg) in Größe L perfekt
  • absolut perfekte Verarbeitung

Nur ein paar Kleinigkeiten gibt es zu bemängeln. Das Kapuzenschild ist nicht so groß wie von meiner Exum gewohnt. Der Umstand ist natürlich dem leichten Gewicht geschuldet und genauso verschmerzbar wie der viel zu kleine Packsack. Wem der halbe Reißverschluss zu wenig ist, sollte eventuell einen Blick auf das Kinetic Jacket werfen. Dann allerdings ohne eVent.

Weitere Fotos im Album…

04
Apr
10

Osterklettern am Buchstein

Einen Einstieg in das alpine Klettern? Aber wie? Als mögliche Route hatte ich schon länger das Südwandschmankerl am Buchstein im Auge. Kurz vor Ostern hatten wir endlich mal die Möglichkeit die anfängerfreundliche Route in Angriff zu nehmen.

Obwohl eigentlich erst recht spät in die Route eingestiegen haben wir es in 2 Stunden geschafft die letzte von 5 Seillängen hinter uns zu bringen. Am Anfang sonnig, später wolkig war das Klettern ein echter Spaß. Aufkommender Wind und dichter werdende Wolken ließen uns unterwegs allerdings kaum ruhen.

Den Abstieg über die Tegerseer Hütte haben wir uns erspart, da dies einen Fußmarsch durch Schnee in Kletterschuhen bedeutet hätte, und sind über die Aufstiegsroute wieder abgeseilt.

Die Route ist durchgehend sehr gut mit Bohrhaken, an den Standplätzen mit 2 Bohrhaken gesichert.  Die höchte Schwierigkeit bietet ein kurzes Stück mit einer 6-. Uns erschien es allerdings leichter.

Wer den Anmarschweg von fast 2 Stunden und den Anstieg von fast 700 HM  nicht scheut bekommt mit dem Südwandschmankerl eine Anfängeroute in traumhafter Kulisse mit einer super Aussicht ins Karwendel.

…noch mehr Fotos vom Klettern

02
Feb
10

Low budget – Steigeisentasche

Für die nächsten Bergwanderungen haben ein Paar Steigeisen Black Diamond Contact Strap zugelegt. Die 10-Zacker mit Körbchenbindung passen gut an meine Lowa Tibet und erleichtern mir hoffentlich in Zukunft den Aufstieg in steilem Gelände.

Zu den Eisen fehlte nur noch eine robuste Verpackung um eine Beschädigung des übrigen Equipments im oder am Rucksack zu verhindern. Was lag also näher als sich an den LKW-Planenresten vom Bootsprojekt zu bedienen. Da sich immer noch Reste bei mir finden lassen war dies die günstigste Alternative.

Etwas Klettband, Aceton, Pattex transparent… eine Stunde Arbeit… fertig! 🙂

19
Jan
10

Therm-a-rest NeoAir Short – leicht und bequem?

Ich war ja anfangs auch mächtig skeptisch. Sollte dieser Hauch von Nichts dem verdammt harten Outdoor – Alltag gewachsen sein? Im Forum tauchte die erste NeoAir vom Branchenführer Therm-a-Rest im März 2009 auf. Seit dem sind mir keine gravierenden Mängel zu Ohren gekommen.

Einzig der Preis hat mich bisher abgeschreckt. Durch eine günstige Fügung konnte ich vor kurzem eine der gelben Matten in der Kurzgröße  erstehen.

Die NeoAir soll jetzt meine Artiach Skin Micro Light Short ersetzen.  Wichtig ist mir dabei dass die Matte in das Einschubfach meines Rab Topbag AR passt.  Bedingt durch die Mattenbreite und Höhe ist das nicht zufriedenstellend der Fall. So wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben als das Mattenfach der Länge nach aufzuschneiden und mittels Leiterschnallen besser anpassbar zu gestalten.

Sehr erfreulich das ich mit der Matte mein Rucksackgewicht noch mal verringern konnte. Leichter geht es für eine Schlafunterlage kaum. Meine Kombination aus Schlafsack (620 Gramm), modifizierter Evazote Doublemat (150 Gramm) und NeoAir short (265 Gramm) wiegt so angenehme 1 Kilogramm. Diese Kombination sollte mich bis an den Gefrierpunkt gut schlafen lassen.

… UL ich komme…

natürlich nicht… 😉

Das Packmaß der NeoAir ist auch nicht zu verachten. Zur Verdeutlichung unten noch mal ein Vergleich zwischen NeoAir Short, Artiach Skin Micro Light Short, halbierte zurechtgeschnibbelte Doublemat, Artiach Light Plus….

11
Jan
10

Tubbs vs. MSR – Schneeschuhe im Vergleich

Wie kann man den Winter genießen wenn man mit Ski eher auf Kriegsfuß steht? Eine Möglichkeit die Berge zu erklimmen und die weiße Pracht zu genießen sind Schneeschuhe. Ich kann zwar einigermaßen Skifahren, habe mir aber aus Solidarität mit Nicht-Skifahrern dennoch ein Paar Schneeschuhe zugelegt.

Vor längerer Zeit haben ein paar Schneeschuhe des amerikanischen Herstellers Tubbs zu mir gefunden. Das Modell Tubbs Altitude verfügt über eine sehr einfach zu verschließende Bindung Namens Bear Hug. Einfach einsteigen und mittels 2 Ratschenschnallen schließen. Sitzt perfekt und sehr bequem.

Der Rahmen besteht aus Aluminium, das Verdeck aus NexTec Kunststoff. Die Bindung ist drehbar auf einer Metallachse gelagert, die Aufhängung am Rahmen aber dennoch so flexibel das ein längeres ermüdungsfreies Laufen möglich ist. Ein sehr großer Vorteil!

Mittlerweile konnten sie auf 2 Wintertouren in der Hardangervidda zeigen was sie können. Das Laufen in der Ebene ging damit absolut problemlos. Keinerlei Abnutzungserscheinungen oder Ausfälle.

In sehr bergigem Gelände kommen die Tubbs allerdings an ihre Grenzen. Zwar besitzen die Altitude Metallkrallen unter dem Fußballen und der Ferse, für steile Anstiege, vereiste Flächen oder zum Traversieren fehlen einfach bissige Metallzähne am Rand und auf der Fläche. Außerdem besitzt das  Modell keine Steighilfe um bei längeren Anstiegen die Achillessehne zu entlasten. Bei sehr steilen Hängen bleibt einem nichts weiter übrig als auf  Zehenspitzen zu laufen.

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Für eine Freundin haben wir uns dann eben wegen diesen Nachteilen und ihrer gebirgsnahen Wohnlage für ein alpines Modell entschieden. Die Deali Evo Ascent sind das Topmodell der Kunststoffmodelle von MSR.

Über den Jahreswechsel konnten wir diese ausiebig testen und vergleichen. Das Verdeck des MSR ist komplett aus Kunststoff. Dies erlaubt es die Unterseite mit einer Vielzahl von Plastestegen und 2 Metallprofilen auszustatten welche sich in den Schnee pressen und so bei Steigungen und Querungen für den nötigen Griff sorgen. Im Anstieg waren die MSR den Tubbs bei weitem überlegen. Kein Zurückrutschen oder Verdrehen.

Dafür sorgt auch die Steighilfe. Nicht nur dass diese die Achillessehne entlastet. Mithilfe der Steighilfe kann man, für ein bessere Haftung, auch vermehrt Druck bei Steigungen auf das Heck ausüben.

Etwas verwöhnt durch die Ratschenbindung der Tubbs dauert das Anlegen der MSR Riemenbindung doch etwas länger und erscheint umständlicher. Langes Laufen in der Ebene ist auch weniger komfortabel mit den MSR, aufgrund der starren Drehachse und der kleineren Fläche welche weniger Auftrieb bietet. Abhilfe könnte hier das nachrüstbare MSR Zubehör Coyote Snow Pickets oder die MSR Flotation Tails bieten.

Für alpine Unternehmungen sind die MSR Denali Evo Acent trotzdem eindeutig die bessere Wahl.

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07
Jan
10

2 Tagestour mit Freak über den Kotzen

Nachdem wir uns von unserem Silvesterausflug einen Tag erholt hatten, reifte der Plan noch mal  eine Nacht draußen zu verbringen. Die Anderen 2 waren noch fertig von der Benediktenwand Tour und hatten absolut keine Lust eine Nacht bei vorraussichtlich -15°C zu verbringen.

Also packten nur wir beide unsere Sachen und fuhren nach Fall, Richtung Sylvensteinstausee, nachdem nach längerer Suche in diversen Tourbüchern eine passende Route gefunden war.

In Fall wurde das Auto geparkt und es ging zu Fuß weiter bachaufwärts die Dürrach entlang. Irgendwann fanden wir den Übergang über die Klamm und stiegen durch Wald und Schnee stetig bergauf.

Weiterlesen ‚2 Tagestour mit Freak über den Kotzen‘

19
Dez
09

Almentour zw. Benediktenwand und Blomberg

Nachdem ich vor ein paar Tagen vergeblich versucht habe mit Schneeschuhen die Benediktenwand zu erklimmen habe ich mich dazu entschieden die Almen südlich der Benediktenwand mit meinen Backcountry Ski zu erkunden.

Los gings am Waldrand westlich von Arzbach (Untermberg) vom Wanderparkplatz. Den Lettenbach entlang, die Serpentinen hinauf bis zum Abzweig zur bewirtschafteten Kirchstein Hütte. An dem Abzweig gings weiter westlich Richtung Lexenalm. Die ausgetretenen Spuren wurden derweil immer weniger, das Spuren durch den Tiefschnee mühsamer.

An der Lexenalm eine kurze Pause, bei Tee und Lebkuchen und weiter über die dicke Schneedecke auf den Wiesn zur Lexenhütte.

Dann weiter zwischen Vogelkopf und Waxenstein hinauf bis zu einer Jagdhütte. Auf halben Weg hats mir allerdings gereicht. Mit aufgezogenen Fellen ging es wesentlich leichter die Steigungen hoch.

Dann durch Wald auf tiefverschneiten Wegen zur Neulandhütte des DAV. Bergab Richtung Süden über die unberührten tiefverschneiten Fllächen des Längenberg.

So dann den Längenberg hinab zur Längenberg Alm.  Auf festgetretenen Weg gings recht fix zurück zur Kirchstein Hütte und zum Auto.

Eine sehr feine Tour die sich wegen dem recht ebenen Gelände auch hervorragend für Schneeschuhgänger eignet.

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Mein MYOG Anorak hat sich ganz famos geschlagen. Mit langem Merino drunter war mir bei -8°C nie zu kalt. Beim Laufen trocknete der Anorak und Merino ruckzuck.

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