Archive for the 'was zu futtern…' Category

09
Jul
10

Trockenfutter fürs Saltfjell

Tütensuppen sind langweilig?! Auf der Suche nach Alternativen zu den teuren Travelunchprodukten und faden Tütensuppen, bin ich vor kurzem über die  interesante Firma Troki aus Witzenhausen gestolpert, welche Trockenobst und Gemüsesuppen in Bioqualität anbietet. Nach meiner Lieferscheinnummer 74 zu urteilen existiert der Versand noch nicht lange.

Der Beutelinhalt macht einen ziemlich leckeren Eindruck und mutet eher wie Material für die Dekoschale an. Die einzelnen Zutaten sind auch noch als solche zu erkennen, was bei normalen Tütensuppen eher nicht der Fall ist.

Die Suppen werden ohne Gewürze, Salz oder Geschmacksverstärker zusammengestellt, und können (müssen) so individuell gewürzt werden. Je nach Typ muss man sie allerdings bis 10-20 Minuten köcheln lassen. Der Reis ist nun mal normaler Reis! Mit Einweichen vorneweg kann man diese Zeit eventuell noch verkürzen. Auch wenn die Zubereitung es etwas länger dauert, so wollen wir uns diesen Luxus diesmal im Salfjell gönnen.

Ich hatte schon das Vergnügen den Linsenschmaus und das Pilzrisotto zu verköstigen und muss sagen es war echt gut.

Der Versand erfolgt sehr schnell nach Bezahlung per Vorkasse. Nach 3 Tagen hielt ich unser Futterpaket in den Händen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

24
Jun
09

Leckerli für die Insel

Gerade eben ist der Rest des Trockenfutters für den Islandtrip von Spezial-Depot eingetroffen. Damit ist der Vorat an Travellunch komplett. Bis auf eine Mahlzeit habe ich das Sortiment so bestelt das wir jeden Tag eine andere Köstlichkeit genießen können.

Mittlerweile konnte ich auch auf anderen Touren schon fast die ganze Produktpalette von Travellunch probieren und finde sie durchaus essbar.

Meist habe ich am Ende einer anstrengenden Etappe absolut keine Lust mehr auf aufwendige Kochzeremonien, dann finde ich Tüte auf – Wasser drauf einfach ideal…

Futter für Island

23
Jun
09

Futter für’s Fjäll

Nachdem nun die Route durch das Borgefjell soweit steht und auch der Equipmentkauf bei meinen Mitreisenden fast abgeschlossen ist, fehlt nur noch sich um das Essen Gedanken zu machen. Dabei soll mal ausnahmsweise auf Travellunch verzichtet werden. Da wir mit dem Auto anreisen, ist es auch kein Problem das Futter nach unseren Wünschen zusammenzustellen.

Morgens gibt es wie immer Müsli, Mittags Schokoriegel oder Kekse. Abends sollen dann Nudeln, Kartoffelbrei, Couscous oder Rührei Abwechslung bieten, aufgepeppt mit Trockenpilzen, Trockengemüse, Röstzwiebeln, Sojaschnetzeln und Tomatenmark.

Als Nachtisch stehen Milchreis, Eierkuchen, Quarkkeulchen und Süßer Moment auf dem Plan.

Zum Abschluss nen Wisky.. 🙂

Für die angepeilten 9 Tage mit 8 Übernachtungen sind das **schluck** so an die 19 Kilogramm. Macht 800 Gramm Nahrung pro Person für jeden Tag.

Zusätzlich wollen wir versuchen unseren Speiseplan mit Bachforellen aufpeppeln. Zu diesem Zweck kommen 2 Angelruten mit auf Tour. Mal schauen inwieweit das möglich ist?!

16
Mai
09

Glögg – Glühwein

Winter – Lagerfeuer…was passt! Glühwein oder noch besser Glögg, die schwedische Variante.

Hier mal ein Rezept was definitiv ankommt. Verkostet auf dem Wintertreffen 2009 und bei diversen Touren, und als verdammt lecker benotet. Aber Vorsicht…immer Drehrichtung beachten!

So gehts….

Gewürzextrakt:

  • 100 ml Wodka
  • 20 Gewürznelken
  • 3-5 Zimtstangen (da gibts auch billige, oder gemahlener)
  • 1 Teelöffel gestoßener Kardamom
  • 3-5 Scheiben Ingwer
  • 1 Orangenschale

Für eine halbe Flasche Wodka entsprechend mehr Zutaten.

zur Fertigstellung:

  • 1 l Rotwein
  • Zucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker, Rosinen, Geschälte Mandeln (wenn man will)

Alle Zutaten möglicht klein machen und in ein großes Einmachglas füllen, Wodka aufgießen, verschließen und für 2 Tage in die Ecke stellen. Durch ein Sieb abgießen. Zur Fertigstellung kommen 100 ml Extrakt auf 1 Liter Rotwein. Je nach Geschmack Zucker, Rosinen und Mandeln zugeben. Das Ganze erwärmen, ja nicht kochen…

Skol!

16
Mai
09

Brot – Im – Topf

Die Idee uns nahrungstechnisch mal auf diese Weise zu versorgen entstand in der Planungsphase zu unserem Kanuurlaub 2003 in Finnland. Die Methode ist unter anderem recht gut in dem Buch „Outdoor – Praxis“ von Werner Höh beschrieben. Ein kleinerer Topf mit dem Teig wird auf 3 Steine in einen größeren Topf gestellt. Auf diese Weise erhält man eine Art Umluftofen.

Nach anfänglichen Misserfolgen hatten wir den Dreh dann soweit raus das wir in den Urlaubstagen mehr als  10 Kilo Mehl verbacken haben.

Für ein Brot benötigt man

  • 500 Gramm Mehl, wir haben dunkles und helles 1:2 gemischt. Am besten man macht das Abmessen des Mehls „outdoor“ über das Volumen, da kaum einer eine Waage mitschleppt. Also vorher einen Kopf machen!
  • 1 Päckchen Trockenhefe, ging prima
  • Salz
  • Wasser
  • eine Handvoll Körnermischung, für Optik und Geschmack
  • 1 großen Topf aus Edelstahl mit Deckel, wir hatten einen 3 Liter MSR Topf dabei
  • 1 kleinen Topf aus Edelstahl, bei uns war es ein 1,5 Liter Topf von Primus
  • 3 Kiesel
  • ein ordentliches Feuer was man zur Glut runterbrennen lässt, und was für mind. 1 Std. noch Hitze halten muss. Die Glut darf nicht zu heiß sein, es sollte sich schon etwas weiße Asche gebildet haben.

Den Teig im großen Topf kneten, zu einem runden Brotleib formen, ordentlich bemehlen und in den kleinen Topf legen. Den großen Topf natürlich wieder säubern, sonst stinkts nachher! Am Boden des kleinen Topfes sollte man ungefähr 1 Handvoll Mehl einstreuen um ein Anbacken zu verhindern.

Die 3 Kiesel in den großen Topf legen und darauf den kleinen Topf stellen. Deckel drauf. Das Ganze lässt man am Rande des Feuers unter Beobachtung 1 Std. in die Nähe des Feuers gehen. Der Teig sollte dann den kleinen Topf ausfüllen.

Nach der Stunde kommt das Ganze so wie es ist auf die Glut und wird eine Stunde gebacken. Dabei unbedingt den Deckel einen winzigen Spalt öffnen. Macht man das nicht, kann die Feuchtigkeit nicht entweichen und der Teig wird Schliff.

Hat man alles richtig gemacht erhält man am Ende ein Brot mit knuspriger, brauer Kruste, dass sich leicht aus dem Topf schlagen lässt.

Bei der Aktion sollte man allerdings nicht zu sehr an seinen Töpfen hängen. Der äußere Topf wird sicher einige Male zum Glühen gebracht. Nach mehrmaligem Backen  ist dadurch die Edelstahloberfläche bald hinüber und wird stumpf.


14
Mai
09

Beef Jerkey

Weil einfach mal lecker und selbstgemacht noch leckerer hier mal meine Variante der Trockenknabberei.

Zutaten für 500 Gramm Fleisch:

  • 6 EL süß-pikante Cilisoße (Barbecue Soße vom Lidl)
  • 2 EL Worchestersoße
  • 1/2 große, fein gehackte Zwiebel (perfekt in der Moulinette)
  • 2 – 3 fein, gehackte Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz, leicht gehäuft (Rauchsalz ist lecker)
  • ein paar Spritzer Tabasco
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • Wasser

– Die Marinade eignet sich auch super zum marinieren von Grillsteaks!

Zubereitung:

Absolut fettfreies Muskelfleisch (sonst wirds später ranzig) in schmale Streifen schneiden, etwa 0,5 bis 1 cm. Wenn möglich quer zum Faserverlauf, dann fällt das Kauen später leichter. Das Fleisch wird über Nacht in der Mariande eingelegt. Darauf achten das das ganze Fleisch bedeckt ist (über die Wassermenge steuern).

Am nächsten Tag die Fleischstreifen über den Rost hängen und darauf achten das sie sich nicht berühren. Wenn möglich lasse ich soviel Marinade dran wie geht.

– Vor dem eigentlichen Trocken das Fleisch unbedingt auf 70°C erhitzen um Keime abzutöten. Durch das anfängliche starke Erhitzen werden Keime durch feuchte Hitze abgetötet.
– Durch langsames Trocknen bei geringer Wärme (wie in einem Dörrautomaten) werden die Keime wesentlich resistenter gegen spätere, auch starke Hitzewirkung (->Stichwort Sporenbildung)
– Danach bei einer konstanten Temperatur von 50°C trocken um schnell die Feuchtigkeit zu entziehen.

Das Procedere stammt nicht von mir sondern ist eine Empfehlung des United States Department of Agriculture – Food Safety and Inpection Service zum Thema Jerkey.

Die Lagerzeit bei industriell getrocknetem Jerkey beträgt 12 Monate, bei selbstgemachten 1 – 2 Monate.

Rindfleisch wird nach dem Trocknen im Gegensatz zu Schweinefleisch fast schwarz. Auch der Geschmack unterscheidet sich deutlich. Das Rindfleisch schmeckt leicht süßlich, wesentlich strenger.

Viel Spaß beim Nachtrocknen…




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