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Nov
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MYOG Silnylon – VBL

Wenn sich die Nachttemperaturen dem Minusbereich nähern wird wieder der Einsatz eines VBL sinnvoll. Ein VBL, oder auch Vapour Barrier Liner, ist nichts anderes als eine wasserdampfundurchlässiger Sack welcher in den Schlafsack gezogen wird.

Dadurch wird verhindert das eigene Kondenfeuchte in die Schlafsackisolierung gelangt und dort bei niedrigen Temperaturen kondensiert bzw. bei Minustemperaturen gefriert und die Isolierungwirkung herabsetzt.

Mein Problem…sehr viel Kondens auch bei niedrigen Temperaturen. Bei mir macht der Einsatz des VBLs schon bei 5°C Sinn.

Auf Wintertour bin ich normalerweise mit meinem mit einem Exped VBL unterwegs welcher mir für eine Rucksacktour in Mitteldeutschland einfach zu schwer und zu voluminös ist.

Deswegen hab ich mich für eine Selbstbauvariante aus leichtem Silnylon entschieden. Die Form ist trapezförmig um die Schulterbreite bequem zu gestalten. Schulterbreite 90 cm…Fußbreite 60 cm.

Zum Abschluss sollten noch die Nähte noch mit Silikon gedichtet werden. Allerdings zieht sich die Naht bei Belastung doch etwas auf, so dass eine 100%ige Abdichtung nicht gegeben ist.

Trotzdem sollte der Silnylonsack die meiste Kondensfeuchte von der Schlafsackfüllung fernhalten.

Das Gewicht von 170 Gramm gegenüber meinem Exped Liner mit 440 Gramm ist jedenfalls schon mal supi.


2 Responses to “MYOG Silnylon – VBL”


  1. 8. Januar 2010 um 15:42

    Hast Du Ihn auf der letzten Tour (oder den letzten zwei) ausprobiert? Wie hat er sich den geschlagen?

    Bei mir steht auch ein VBL projekt an, allerdings dachte ich an einen VBL Strampler zu nähen da dieser unter der Kleidung getragen werden kann. Allerdings wäre so ein Sack doch etwas einfacher wie Hose & longsleeve. Gibt es einen Grund warum Du Dich für den Sack entschieden hast?

    • 2 barleybreeder
      11. Januar 2010 um 11:49

      Ja ich konnte ihn schon ein paar Mal testen. Einmal im Harz in Verbindung mit meinem Top Bag AR, dort habe ich ihn bis kurz unter die Arme gezogen. Temperaturen waren bis -5°C was gerade so ging.
      Letztens hatte ich ihn auf dem Kotzen mit dabei. Dann aber bis zum Hals…
      Ging auch bestens.

      Übrigens habe ich oben einen Gummizug statt einer Kordel. Dadurch kann man bei geschlossenem Sack auch mal einen Arm rausstrecken ohne den Tanka zu öffnen. Besser als bei meinem Exped. Eventuell rüste ich den noch nach…

      Ich habe versucht die Nähte mit Silnet abzudichten, was anscheinend nicht 100%ig gelang. Das lag zum einen an der verwendeten Naht wie ich vermute und am Corespundfaden. Ohne Doppelkappnaht zieht diese sich zuweit auf bei Belastung, und es werden die Nahtlöcher sichtbar. Das Silnet löst sich dann von den Löchern und Naht. Allerdings treten solche Zugbelastungen auf die Naht bei Benutzung kaum auf.
      Das Silnylon auch sehr dehnfähig, was das Problem noch verstärkt. Trotzdem denke ich das der Sack immer noch genug dicht ist um den größten Teil der Feuchte drinne zu halten. Jedenfalls empfand ich das Klima genauso feucht wie in meinem Exped VBL.

      Wenn du kannst versuche die Längsnaht als Doppelkapp- oder Pseudodoppelkappnaht auszuführen. das sollte das Problem lösen. Bei meinem Zelt hab ich das Problem ja auch nicht. (Eventuell schneideich ihn noch mal auf….sowas wurmt mich eben😉 )

      Auf einen Strampler würde ich wegen der oben genannten Probleme verzichten, es sei denn du bekommst die Nähte absolut dicht.

      Viele Grüße


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