Archiv für November 2009

29
Nov
09

Pimp my Jam2

Dank eines guten Freundes und dessen Sammelleidenschaft für UL-Rucksäcke  konnte ich einen Golite Jam2 in mein Outdoorsortiment eingliedern. 😉

An sich ein toller Rucksack an welchem mich einzig und allein der Schürverschluss störte. Ist der Sack nicht voll gepackt schlabbert der obere Teil recht unschön. Folglich habe ich meine Nähmaschine bemüht und ein 2 cm Gurtband mit Airlock Verschluss eingenäht.

Dadurch lässt sich der Sack jetzt sauber schließen, allerdings leidet durch das Einrollen auch etwas das Packvolumen. Da der Rucksack nur auf Kurztouren zum Einsatz kommen soll, wird das aber nicht weiter stören.

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29
Nov
09

MYOG Silnylon – VBL

Wenn sich die Nachttemperaturen dem Minusbereich nähern wird wieder der Einsatz eines VBL sinnvoll. Ein VBL, oder auch Vapour Barrier Liner, ist nichts anderes als eine wasserdampfundurchlässiger Sack welcher in den Schlafsack gezogen wird.

Dadurch wird verhindert das eigene Kondenfeuchte in die Schlafsackisolierung gelangt und dort bei niedrigen Temperaturen kondensiert bzw. bei Minustemperaturen gefriert und die Isolierungwirkung herabsetzt.

Mein Problem…sehr viel Kondens auch bei niedrigen Temperaturen. Bei mir macht der Einsatz des VBLs schon bei 5°C Sinn.

Auf Wintertour bin ich normalerweise mit meinem mit einem Exped VBL unterwegs welcher mir für eine Rucksacktour in Mitteldeutschland einfach zu schwer und zu voluminös ist.

Deswegen hab ich mich für eine Selbstbauvariante aus leichtem Silnylon entschieden. Die Form ist trapezförmig um die Schulterbreite bequem zu gestalten. Schulterbreite 90 cm…Fußbreite 60 cm.

Zum Abschluss sollten noch die Nähte noch mit Silikon gedichtet werden. Allerdings zieht sich die Naht bei Belastung doch etwas auf, so dass eine 100%ige Abdichtung nicht gegeben ist.

Trotzdem sollte der Silnylonsack die meiste Kondensfeuchte von der Schlafsackfüllung fernhalten.

Das Gewicht von 170 Gramm gegenüber meinem Exped Liner mit 440 Gramm ist jedenfalls schon mal supi.

08
Nov
09

Optimus Hiker 111 – der neuer Winterkocher?

Mein MSR Whisperlite hat leider den letzten Wintertrip nicht überstanden. Durch die extreme Kälte ist der Kunststoff der Pumpe soweit versprödet, dass die Nasen des Bajonettverschlusses abgebrochen sind. Eine Reperatur und weitere Nutzung des Brenners ist nur durch einen Austausch der Pumpe möglich.

Leider haben die neuen MSR Pumpen keine guten Referenzen von Benutzern erhalten. Schade, denn eigentlich war er bis dahin recht zuverlässig beim Schneeschmelzen.

Aus diesem Grund bin ich am Austausch meines Winterkochers interessiert. Besonders geeignet scheint dazu der Optimus Hiker 111 zu sein. Mit entsprechenden Umbauten eignet sich dieser zum Einbau in den Trangia. Das ist gängige Praxis wie man im outdoorseiten.net Forum lesen kann.

Verbrennen soll der Hiker so ziemlich alles was flüssig und brennbar ist. Spiritus, Benzin und Petroleum…

Zum Einsatz kommen soll ein Optimus Hiker vom Dänischen Roten Kreuz. Kurioserweise wurde dieser seinen originalen Blechbox beraubt und auf eine Edelstahllade geschraubt.

Die Umbauten können noch eine Weile dauern, da notwendige Teile recht schwer zu beschaffen sind. Besonders die Verbindung zwischen Kocher und Brennstoffschlauch könnte ein Problem sein…

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Nachtrag:

Mittlerweile konnte ich die Teile aus Finnland besorgen welche für den Einbau des Hikers in den Trangia und den Anschluss an eine Optimus Nova oder Exloprer Flasche nötig sind. Während der Wartezeit gefiel mir die Idee allerdings immer besser den Hiker so zu verwenden wie er original gedacht ist, mit Metallbox. Diese wurde mir von einem Freund fürs erste als Dauerleihgabe überlassen.

KISS – Keep it Simple Stupid!

Aufklappen, anzünden..läuft. Schön kompakt wenn auch etwas schwer. Nichts kann kaputtgehen, abbrechen. Mann muss nichts aufbauen oder zusammenpfrimeln.

Auf unsrer Silvestertour konnte der Kocher schon mal zeigen was er kann. Schneeschmelzen ging damit sehr reibungslos, genauso wie Käsefondueköcheln..

02
Nov
09

Guffert – 2195 Hm

Endlich mal wieder in die Berge. Zwischen Tegernsee und Eschenlohe sind fast alle Gipfel bezwungen, folglich muss ich etwas weiter fahren. Ein Gipfel der schon lange auf der Haben-Wollen-Liste stand war der Guffert, einer der ersten schroffen Gipfel nach dem Alpenvorland.

Die Gehzeit ist mit 6 1/4 Std. angegeben. Ich werde letztendlich 6 Stunden brauchen, obwohl ich mich noch leicht verstiegen und eine Viertel Stunde extra mache.

Gegen 10 Uhr starte ich vom Parkplatz der Unteren Bergalm kurz vor Steinberg. Ohne die lästige Forststraßenhatscherei gehts gleich zur Sache und auf den Steig kurz hinter der Bergalm.

Er begint recht steil, und man gewinnt rasch an Höhe. Dann geht es etwas gemächlicher aber immer noch ansteigend an der verfallenen Stubachalm dahin. Ob der Stubachalm quere ich praktisch die gesamte Nordflanke des Gufferts.

Es bieten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegenden Gipfel des Juifen und der Blauberge. Unterwegs sehe ich ein paar Gämsen im Dickicht. Mehrere Male muss ich Gräben queren, welche jetzt allerdings kaum noch Wasser führen. Dafür nimmt der Schnee auf dem Weg immer mehr zu und ich lege dann doch meine Inov Gamaschen an.

Diese schützen allerdings mehr schlecht als recht. Durch den Tanka an der Ferse werden sie immer wieder über die Ferse geschoben wenn ich durch die Schneedecke breche.

Vodpod videos no longer available.

Auf dem Rücken zwischen Guffert und Schneidjoch mache ich erst mal 10 Minuten Pause und genieße den Blick auf die Issalm. Außerdem suche ich in der Nordflanke nach dem Aufstieg. Dieser lässt sich nur erahnen. So wie mein Weg bis hierher.

Seit den letzten Schneefällen vor etwa einer Woche scheine ich nämlich der erste zu sein der den Nordanstieg in Angriff nimmt. Das wird mir auch gleich zum Verhängniss. Da sich der Steig nur noch schwer ausmachen lässt versteige ich ich glatt und muss umkehren.

Letztendlich finde ich doch noch den mit Seilen und Eisen gesicherten Nordeinstieg. Allerdings verlangt das Queren der Schneefelder doch schon einiges. Mittlerweile sind diese hier oben so steil das ein Rutscher fatale Folgen haben könnte. Zum Glück ist der Schnee etwas sulzig so das ich kaum Schwierigkeiten habe Stufen mit den Inovs zu treten.

Recht steil geht es die Rampe herauf. Fehler sollte man sich hier wegen der zu querenden Schneerinnen keine erlauben. Über den Felsrücken geht es weiter bergauf. Da rechts verdammt viel Schnee liegt entscheide ich mich für einen Schlenker der mehr über die Latschen und offenen Felsstellen führt.

Auf dem Grat angekommen wende ich mich nach Westen dem Gipfelgrat zu. Hier kann ich auch wieder Spuren ausmachen, welchen ich folge. Der Anstieg dauert noch mal eine halbe Stunde. Oben angekommen trage ich mich in das Gipfelbuch ein. Ich bin, bis auf einen Besucher gestern, der erste seit 2 Wochen der hier oben ist. es ist 14 Uhr.

Ich raste 1 Stunde, koche mir Nudeln, Kartoffelpü und Kaffee und werde von etwa 10 Dohlen mächtig genervt.

Gegen 15 Uhr steige ich ab. Zum Glück kann ich den Spuren folgen was die Wegfindung wesentlich erleichtert. Außerdem spare ich mir dadurch bei jedem Schritt bis an die Knie einzubrechen. Ganz vermeiden lässt es dich trotzdem nicht. Auf dem Ostgrat zum Guffertstein nehme ich den Südabstieg durch die Latschen. Den Nordanstieg wieder runterzugehen wäre ein Ding der Unmöglichkeit.

Der Weg zieht sich ewig durch die Latschen, gewährt aber noch mal wunderschöne Blicke auf der Guffert.

Bald sind die Inovs innen klitschnass, zum Glück sind die Füße warm. Gegen 16 Uhr kommt mir doch tatsächlich jemand entgegen und fragt wie weit man denn hoch könne. Meine Info das es da oben ein ganz schöne Gewühle im Schnee wird ignoriert er und steigt weiter auf. Vor Einbruch der Dunkelheit schafft er es jedenfalls nicht mehr runter.

Ich fühle mich weniger geschafft als von den 1300 Hm erwartet. Kurz nach 17 Uhr bin ich am Auto. Gut so, denn kaum fahre ich los wird es finster…

(Noch mal würde ich die Tour bei den Schneeverhältnissen allerdings nicht machen. Die Inova waren zwar noch sehr griffig, was ich aber auch dem pappigen Schnee zu verdanken hatte. Bei Frost wäre das ganze weniger spaßig geworden. Weiter oben hätte ich mir dann doch Steigeisen und Pickel gewünscht. Außerdem sind die Inovs nach nun fast 600 Km alles andere als wasserdicht.

Das nächste Mal kommen wieder meine Bergstiefel mit und die Inovs bleiben Schönwetterschuhe.)

Mehr Bilder gibts im Album..




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