14
Sep
09

Reisebericht Island [Tag 9 – 12]

Tei 3 von 4…

20.August
Nyidalur – Sprengisandur (bis kurz hinter Abzweig Haguengulon)

Es kübelt die ganze Nacht. Wir haben es irgendwie diesen Morgen nicht wirklich eilig loszukommen. Anscheinend hat aber der Wind auf Süd gedreht und löst wenigstens auf eine Wetteränderung hoffen. Es kann nur besser werden.

Unsere Rucksäcke wiegen nun wieder soviel wie am Anfang der Tour. Das heißt bei mir  und meinem Cousin gut 18 Kilo, beim Freak an die…

Normalerweise war der Plan wieder nach Snapadalur zu laufen. Allerdings haben wir gestern gesehen was 10 Kilometer mit uns anstellen können! Zudem scheinen die Regenwolken sich förmlich an den Bergen festzukrallen, was noch ein Tag in dem Mistwetter bedeuten würde. Dazu hatten wir schon gestern keine Lust mehr.

Als Alternative bietet sich uns eine Ausweichroute an. Nach Süden auf der Sprenisandur bis zum Abzweig nach Westen in Richtung Haguengulon Stausee. Das diese Variante möglich ist musste Thorsteen auf seiner Tour sicher schmerzhaft feststellen. Ohne ihn würde ich sicher diese Variante nicht wählen. Kurz hinter dem Stausee gilt es nämlich ein ca. 10 km breites Lavafeld zu queren. Nur gibt meine Karte natürlich nicht an wie dieses genau aussieht. „Frische“ Lava wäre auf diese Entfernung so gut wie unmöglich zu queren. Eine Piste oder Pfad durch dieses Feld gibt es ebenfalls nicht.
Mir ist zu diesem Zeitpunkt nur bekannt das Torsten es in relativ kurzer Zeit geschafft haben muss. Zum Glück habe ich seinen ungefähren Wegverlauf noch im Kopf. Darauf setzen wir….Danke noch mal an Dich Thorsteen, und gute Besserung!😉

Das Laufen auf der Sprengisandur empfinden wir als eintönig. Uns ist absolut nicht klar wie manch einer diese monotone Strecke für eine Islandquerung wählen kann. Das einzige fürs Auge ist der rechts von uns gelegene Hofsjökull über dem schon die ganze Zeit die Sonne scheint.
Überhaupt scheinen wir mit jedem Kilometer in besseres Wetter zu kommen. Es hört bald auf zu regnen. Das hebt die Stimmung wenigstens etwas…

Die Strecke zieht sich. Matze bekommt nach etlichen Kilometern Probleme mit dem Schienbein dank der monotonen Hatscherei, meckert aber nicht, sondern beißt weiter, tritt nur etwas kürzer.
Anhalten und übernachten könnten wir  sowieso nicht mal so einfach. Um Gewicht zu sparen hat jeder nicht mehr als einen Liter Wasser in seinem Wassersack aus Nyidalur mitgenommen.
Viel zuwenig um abends Essen zumachen! Auch wenn ein Tag ohne Wasser uns nicht dem Verdursten näher bringen würde, angenehm wäre es nicht.😦
Ich setzte voll darauf an der Furt kurz vor dem Abzweig nach Osten Wasser zu finden. Viel weiter wollen und können wir nicht gehen…..fast 30 Kilomter bis dorthin.

Wir erreichen die verdammt breite Furt…..Trocken…bis auf etwas feuchten Sand vom Regen ist nicht mal ein Pfützchen Wasser zu finden. So langsam wirds eng. Nochmal 10 Kilometer können wir unmöglich laufen.😮
Was nur? Die Papierkarte die ich immer wieder bemühe ist fast 20 Jahre alt, viele Daten darin sicher älter. Den Stausee gabs noch nicht, selbst die Piste zu diesem ist in ihrem Verlauf noch nicht eingezeichnet.
Was sich noch geändert hat…keine Ahnung? Aber uns bleibt keine Wahl. Etwa 1 km östl. des Abzweig sind 2 kleinere Seen markiert. Bis zu diesen wollen wir noch. Wenn dort kein Wasser zu finden ist bleibt die Küche heute kalt.

Auf dem Weg dahin laufen wir etwa 100 Meter parallel neben einem Bach welcher die trockene Furt weiter unten speisen soll. Ich will mein Glück versuchen, kann nicht glauben das in einer Senke nicht doch noch eine Pfütze zu finden ist. Ich verlasse die Straße und laufe querfeldein auf das Bachbett zu….Glück muss man haben. In der Senke fließt klares Wasser und sammelt sich in einem Tümpel. :grins: Das reicht, der Platz ist gut, bietet durch eine Wand auch einen vernünftigen Schutz gegen den Wind, welcher seit ein Stunden gedreht hat und erneut aus Norden bläst.

Unsere Zelte heizen sich auf angenehme 20 Grad und mehr auf. Die Sonne verwöhnt uns diesen Abend noch mal ordentlich. Das soll sich morgen ändern….

20. August

Sprengisandur (bis kurz hinter Abzweig Haguengulon) – Siljafurt am Kerlingar

Schneefall begrüßt uns. Wir sind froh die Zelte einigermaßen geschützt abbauen zu können. Matze und ich ziehen uns warm an, Freak muss das später noch nachholen. Der Schnee bläst waagerecht. Zum Glück kommt er meist von der Seite. Buff und Kapuze schützen so ganz ordentlich.
Wir umrunden den Sydri Hanganga und treffen auf den Stausee. Der Wind legt noch mal ordentlich zu. Auf der Dammkrone misst Freak über 70 Stundenkilometer. Wir müssen uns schräg in den Windstemmen um  auf die andere Seite zu gelangen.

Wir blicken zurück und sehen die Hänge um Nyidalur alle weiß gezuckert. Ja bricht denn schon der Winter an…?🙄

Und da stehen wir. Im Dunst am Horizont im Osten können wir ausmachen wo wir noch hinmüssen. 10 km Lava liegen vor uns. Und keine Ahnung wie gangbar das Lavafeld im Inneren ist, nur die Gewissheit, dass Thorsteen hier durch musste. Wir laufen durch weichen Sand und festes Gestein auf den Anhöhen. Es schlaucht ganz schön. Dazu kommt das der Wind den losen Sand immer wieder in Dreckfahnen durch das Lavafeld treibt. In einer Pause verweilen wir hinter einem größeren Lavabrocken. Aber auch hier gibt es keinen wirklichen Schutz von dem Sand. Der Wind verwirbelt hinter dem Stein, und plötzlich kaut man mit dem Keks auch Steinchen. :grrr:
Das Ganze geht immer im Wechsel. Bläst einem mal kein Sand um die Ohren ist es ein Schneeschauer.

Aber „Es könnte schlimmer sein“…unser Leitspruch für die Tage wenns mal nicht so toll ist. Irgendwann liegen die 10 Kilometer hinter uns und wir stehen vor den Schutthalden des Hamarin.

Somit sind wir wieder auf unserer eigentlich geplanten Route, nur dass wir jetzt etliche Kilometer mehr gelaufen sind. Allerdings haben wir auf dieser Route auf eine Vielzahl Furten umgangen. Ob es nötig gewesen ist können wir nicht beurteilen.

Auf meiner alten Karte sind 2 winzige Seen eingezeichnet. Als wir dort ankommen sind die zu unserer Erbauung natürlich leer…so ein Mist! Mittlerweile sind es bis hierher wieder knapp 20 Kilometer gewesen. Soweit wollte ich eigentlich und nicht weiter. Meine Ansagen, dass es die Tage ab Nyidalur kilometermägig leichter werden soll nimmt mir eh schon lange keiner mehr ab.

Wir finden uns schon fast damit ab heute eine Nacht ohne Wasser, nur mit dem Rest aus unsereren Beuteln zu verbringen. Da fällt mir auf, dass sich anscheinend das Mundstück meines Beuteln unter meinem Hüftgurt eingeklemmt und geöffnet hat. Bis auf einen letzten Schluck ist der vollkommen leergelaufen. Durch die nassen Klamotten und die Regenhose ist es mir nicht weiter aufgefallen…toll!🙄

Wir rasten und beschließen nun doch noch die 4 Kilometer bis zur Siljafurt zu laufen. Dort sollte sich auf jeden Fall Wasser finden lassen, wenn auch trübes. 4 Kilometer hört sich nicht viel an, in der Gegend läuft es sich eher wie 6-7.
Es geht ganz gut. Auch wenn wir denken es geht nichts mehr wundern wir uns über uns selbst was möglich ist…

Im Hraungil finden wir eine sehr komfortabel eingerichtete Hütte, welche aber verschlossen ist. Wir drücken nur unsere Nasen an den Scheiben platt und bedauern das wir nicht reinkönnen. Wasser fließt in einem Rinnsal aus der Hraungil. Wir entschließen aber noch die letzten Geröllhalden in Angriff zu nehmen um bis zur Silja zu gelangen. Die Geröllhalden sind praktisch die Endmoränen welche der Vatnajökull auf seinem Rückzug hinterlassen hat.
Unschön anzusehen, wie eben erst abgekippt. Aber dann sehen wir was, womit wir hier nicht gerechnet hätten. In den Halden stehen mehrere Pfützen mit klarstem Regenwasser. Wir sind froh noch bis hier hingegangen zu sein.
Vor uns fließt die Silja, im Hintergrund steht das Kerlingar, der Schnee hat aufgehört, das Wetter bessert sich….es passt wieder alles. :grins:

Als Zeltplatz entscheiden wir uns für eine ebene Stelle, welche fast völlig von Geröllhalden umgeben ist, und damit besten Schutz bietet.

Abends machen Freak und ich uns noch mal auf dem Gletscher und Matze stattet der Silja einen Besuch ab. Wir wollen wissen was uns morgen erwartet. Wir überspringen mehrere Bäche und stehen kurz vor den dreckigen Ausläufern den Vatnajökull. Und tasten uns vor und machen die ersten Erfahrungen mit Schneesumpf. Der Fuß des Vatnajökull und der Drecksind dermaßen wassergesättigt, das man wie durch ein Minenfeld läuft.
Man tritt auf einen kopfgroßen Stein, denkt er müsse einen tragen, und plötzlich versackt er im wassergesättigten Dreck. 😮
Wir hüpfen schnell von Stein zu Stein und stehen plötzlich auf Eis. Etwas mulmig ist uns schon, die Ausmaße sind einfach gewaltig. Wir gehen noch etwas bergan um eine bessere Sicht zu bekommen. Soweit wir hinauf sehen können ist der Gletscher eisfrei.

Auf dem Rückweg treffen wir Matze der sich die Silja angeschaut hat. Ein ordentlicher Strom wie er meint, nicht unmöglich zu furten auch jetzt abends nicht, aber schwierig. Wir setzen auf den nächsten Tag. Es sieht aus als will die Nacht kalt werden. Wir spüren es. Es ist fast wolkenlos und die Temperaturen sind jetzt abends schon ordentlich kühl.

Wir beschließen Freak für diese Nacht bei uns im Mark II einzuquartieren. Mit seinem Sumerlite könnte die Nacht für ihn sonst zur Zitterpartie werden. Wir haben Recht..es wird Frost geben…

21. August

Siljafurt am Kerlingar – in die Halden nördlich des Langisjör

Wir stehen früh auf. 3°C im Zelt…Eis in der Platypus…und ein Phänomen das bis jetzt noch keiner von uns gesehen hat. Aus dem Boden sprießt „Eisgras“! Dünne Einspitzen bis zu 4-5 cm lang. Wie kurios und wunderschön! Sie werden den Tag wohl nicht überdauern. Wir packen schnell zusammen, da wir die kühlen Stunden so gut wie möglich nutzen wollen um voran zu kommen.

Eine Furt steht an. Außerdem wollen wir versuchen über den Gletscher zu laufen und so die Tungnaafurt zu umgehen. Das Wetter bietet dazu beste Vorraussetzungen. Wir queren die ersten überfrorennen Pfützen und stehen vor der Silja. Der Wasserstand ist deutlich zurückgegangen, die Furt absolut kein Problem mehr. [Ich frage mich langsam wozu ich das 1 Kilo Extragewicht Sicherheitsequipment zum Furten, bestehend aus 35 Meter 5mm Reepschnur, Karabiner und 2 „Sitzgurten“, mitgeschleppt habe.] Drüben angekommen laufen wir noch ca. 500 Meter in Neos und Waldies.
Es kommen noch ein paarnasse Stellen aber nichts aufregendes.

Es geht weiter nach Süden direkt am Jökulgrindur entlang. Bei der erstbesten Möglichkeit machen wir uns an den Aufstieg. Hinauf, wir wollen sehen…auf den Gletscher schauen. Wir rechnen mit einer Reihe von Furten der Tungnaazuflüsse bevor wir auf dem Eis stehen können.

Doch erst mal sehen wir 3 wundeschöne Seen.  Der südliche besitzt keinen Abfluss. In den beiden gletschernahen treiben Eisblöcke. Weiter unten stehen wir am Abfluss de Sees. Hier fließt noch verdammt viel Wasser, trotz der niedrigen Temperaturen. Wir wollen eine geeignete Stelle suchen um auf die andere, gletschernahe Seite zu gelangen.  Wir gehen 100 Meter flussab..und plötzlich verschwindet der Fluss in einem riesigen Tor wieder im Gletscher. Wir staunen!😮

Wie…sollte es möglich sein ohne einen Fluss zu furten auf das Eis zu gelagen?
Wir wollen unser Glück versuchen, gehen weiter auf den Endmoränen. Das dies nicht ganz ungefährlich ist beweist Matze. Er läuft hinter 10 Meter hinter mir, tritt nur 2 Meter neben meine Spur, und steckt plötzlich bis zur Hüfte im Sand. Was für ein Schreck! Das Sediment und Geröll ist nicht so fest wie es aussieht, man erkennt Höhlen unter dem weichen Sand. Vermutlich Ausspülungen der Gletscherbäche oder Toteislöcher.
Wir gehen noch vorsichtiger, halten uns nur an die höchsten Punkte der Halden, die Senken meiden wir. Dann ist es geschafft! Wir stehen auf dem letzten Dreckhügel vor dem Eis.
Wir rasten. Das GPS sagt 12 Kilometer, in gerader Linie übers Eis, bis zur vermuteten Ausstiegstelle an der Wasserscheide zwischen Tungnaa und Skafta. Dort sollte es uns möglich sein genauso leicht wieder vom Eis zu kommen, ohne in Schneesumpf oder anderes zu geraten.

Wir laufen los. Noch etwas unsicher. Der Gletscher zieht sich flach dahin bis zum Horizont, wir sehen unser Etappenziel. Die Oberfläche ist uneben verharscht, voller schwarzem Grus und Sand. Wasser fließt zum Glück noch kaum, was sich aber ändern soll. Das Laufen ist kein Problem. Nur die unebene Oberfläche setzt meinen Gelenken zu. Das dauernde Ausbalancieren strengt an und ermüdet.

Kleine Bäche fließen in Rinnsaalen auf dem Gletscher, vereinigen sich und verschwinden in tosenden Gletschermühlen. Voller Respekt machen wir einen großen Bogen um diese Löcher. Immer wieder müssen wir Ansammlungen von Ablationskegeln umgehen oder überklettern.

Die Stunden verstreichen, wir kommen nur recht langsam voran. Mit der Zeit wird auch das Wasser auf dem Gletscher mehr. Kein Wunder scheint doch über uns die Sonne völlig wolkenlos. Wie so oft herrscht auf dem Eis das schönste Wetter, wenn die Umgebung wolkenverhangen ist.

Der Ausstieg geht problemlos, wesentlich leichter als erwartet. Der Wind hat wieder zugenommen und wird uns bis zum Ende der Tour begleiten. Wir laufen durch die Endmoränen und suchen eine Stelle für unsere Zelte. Es dauert mal wieder länger als gedacht.
Wir haben bis hierhin 2 Tage rausgelaufen. Nicht schlimm. Besser so als anders. Wir überlegen wie wir die letzten Tage sinnvoll rumbringen. Ein Tag in Landmannalaugar wäre schön. Immer öfter kreisen die Gespräche um die erste Mahlzeit in Reykjavik…heute aber erst mal wieder Travellunch und Co….:grins:

22. August

in die Halden nördlich des Langisjör – zu einem See im Fögrufjöll

Endlich Grün nach soviel Grau! Im Norden des Langisjör laufen wir durch eine riesige Ebene aus weichem Moos. Was für ein Anblick! Wir laufen am Nordufer entlang in Richtung Fögrufjöll. Auf einem Trampelpfad geht es bergauf, in die Bergkette hinein.
Plötzlich erschrickt Freak….ein Köter kommt um die Ecke gerannt und kläfft ihn an. 3 Tage keine Menschenseele und dann sowas! Kurz danach erscheint Frauchen mit noch einem Hund und einem riesigem Rucksack. Sie grüßt und geht weiter nach Norden.

Am Utfall herrscht fast Sturm. Der Wind, eingezwengt durch die Berge, beschleunigt hier enorm. Er peitscht senkrecht auf das Wasser, wirbelt es in die Luft. Freak ist wieder am Messen..83 km/h. Man muss schreien um sich was zu sagen.

Wir laufen den flussab und furten. Der Weg zieht sich auf schmalen Trampelpfaden die doch sehr steilen Hänge entlang. Stolpern sollte man hier nicht. Manchmal sind wir uns nicht sicher ob wir nicht einfach Schafpfaden folgen. Wir wollen versuchen einen See nach dem anderen anzulaufen um nach einer Stelle zu suchen wo wir zelten können.

Es ist aussichtslos. Der Wind eintwickelt sich zwischen den Bergen der Fögrufjöll zum Sturm. Wir fühlen uns wie im Windkanal. Zum Glück kommt er von hinten. Eine Senke nach der anderen laufen wir ab. Kein steiler Abbruch der Windschutz bietet, dazu sind die Senken flach….
Immer wieder sehen wir Steinkreise von Übernachtungstellen…schön wärs gewesen, doch hier würden wir unsere Zelte in dem weichen Boden nicht zum Halten bekommen.😦
Der Wind verwirbelt in den Senken, treibt Dreckfahnen von den Hängen und Wasser aus dem See. Die Steinchen zwiebeln auf der Hose, man fühlst sich wie sandgestrahlt. Wir suchen wieder Schutz hinter einem Stein. Sinnlos…nach der nächsten Bö haben wir die volle Ladung Grus in Augen, Ohren, Mund und Nase. Vermummungsgebot wird ausgegeben!

Eine See als Hoffnung auf der Karte bleibt noch. Ein ganz kleiner, dicht umschlossen von steilen Bergen. Und siehe da womit wir gerechnet haben tritt ein. Es ist fast windstill. Nur ab und schafft es eine Böe hinter die Berge….es passt erneut alles….:grins:

Wir beschweren die Heringe mit den schwersten Steinen die wir finden können. Es wird Freak nicht viel nützen….aber noch ist alles gut.

Wir machen routiniert Essen. Der Spruch dazu…“Tütsche auf, drüwer, fertsch“…passt eigentlich immer. Anscheinend schleichen sich auf Tour solche Running Gags ein ob man will oder nicht.
Sobald Freak mal wieder Steine schleppt um sein Zelt zu pimpen fällt schon seit Tagen von mir oder Matze garaniert die Ulbricht-Nach-Äffe „Niemand hat die Absicht…“ :bg:

In der Nacht wird es mehr als ungemütlich. Anscheinend hat der Wind ordentlich an Stärke gewonnen. Immer öfter schaffen es Böen in den geschützten Talkessel und rütteln ordentlich am Zelt. Jedes Mal hört es sich so an als würde jemand mit einer Schaufel Sand aufs Zelt werfen.🙄
Dann tröpfelt es…Seewasser.
Man hört die Böen kommen, kann in etwa abschätzen was einen in 3 Sekunden erwarten.

Dann wieder Freaks Schrei.😮
Wir ahnen es. Die letzte Bö war zu kräftig für die dünnen Heringe. Wir stürmen raus in die Dunkelheit um zu helfen. Ein nochmaliger Aufbau wäre sinnlos. Wir packen das Zeug unter die Apsis vom Mark II und nehmen den Obdachlosen auf. Bevor wir uns wieder ins Zelt verkriechen setze ich noch mal alle Spannschnüre neu. Obwohl mit Steinen beschwert zieht es sie doch unter dem Stein aus dem losen Untergrund.

Wir versuchen noch ein paar Stunden zu schlafen, was kaum möglich ist. Nach jeder Bö ist man wieder wach. Man denkt das Zelt explodiert. Freak wundert sich wie wir so ruhig bleiben können…..ein paar Attacken machen mich dann doch nervös….die Nacht neigt sich zum Glück den Ende.

Den Rest der Bilder gibts wie immer im Album…KLICK



2 Responses to “Reisebericht Island [Tag 9 – 12]”


  1. 1 jcd
    29. Oktober 2009 um 12:23

    „Ich frage mich langsam wozu ich das 1 Kilo Extragewicht Sicherheitsequipmnt, bestehend aus 35 Meter 5mm Reepschnur, Karabiner und 2 „Sitzgurten“ mitgeschleppt habe“

    Du solltest auf keinen Fall eine Reepschnur zur Sicherung nutzen! Das ist ein _statisches_ Bändchen was keinen Sturz halten wird, sondern sofort reißt. Bitte mach dich in deinem eigenen Interesse mit der Sicherungstechnik bzw. dem Material bekannt, bevor du dich in Gefahr bringst.

    • 2 barleybreeder
      30. Oktober 2009 um 08:17

      Nein bitte nicht falsch verstehen. Ich klettere selber in der Halle und draußen, kenne mich folglich mit Sicherungstechnik aus. (Statische und dynamische Seile) Die Rebschnur war keineswegs zur Sicherung auf dem Gletscher oder dergleichen gedacht, sondern nur als Sicherung beim Furten. Ein Sturz in die Fluten ist keineswegs mit einen Sturz in eine Spalte oder beim Klettern vergleichbar, und soll lediglich davor schützen weggeschwemmt zu werden.
      Dazu reicht eine 5mm Rebschnur völlig….

      Das Ganze kommt im Text schlecht rüber, ich habe das nochmal verbessert.


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