Archiv für Mai 2009



16
Mai
09

Glögg – Glühwein

Winter – Lagerfeuer…was passt! Glühwein oder noch besser Glögg, die schwedische Variante.

Hier mal ein Rezept was definitiv ankommt. Verkostet auf dem Wintertreffen 2009 und bei diversen Touren, und als verdammt lecker benotet. Aber Vorsicht…immer Drehrichtung beachten!

So gehts….

Gewürzextrakt:

  • 100 ml Wodka
  • 20 Gewürznelken
  • 3-5 Zimtstangen (da gibts auch billige, oder gemahlener)
  • 1 Teelöffel gestoßener Kardamom
  • 3-5 Scheiben Ingwer
  • 1 Orangenschale

Für eine halbe Flasche Wodka entsprechend mehr Zutaten.

zur Fertigstellung:

  • 1 l Rotwein
  • Zucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker, Rosinen, Geschälte Mandeln (wenn man will)

Alle Zutaten möglicht klein machen und in ein großes Einmachglas füllen, Wodka aufgießen, verschließen und für 2 Tage in die Ecke stellen. Durch ein Sieb abgießen. Zur Fertigstellung kommen 100 ml Extrakt auf 1 Liter Rotwein. Je nach Geschmack Zucker, Rosinen und Mandeln zugeben. Das Ganze erwärmen, ja nicht kochen…

Skol!

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16
Mai
09

Brot – Im – Topf

Die Idee uns nahrungstechnisch mal auf diese Weise zu versorgen entstand in der Planungsphase zu unserem Kanuurlaub 2003 in Finnland. Die Methode ist unter anderem recht gut in dem Buch „Outdoor – Praxis“ von Werner Höh beschrieben. Ein kleinerer Topf mit dem Teig wird auf 3 Steine in einen größeren Topf gestellt. Auf diese Weise erhält man eine Art Umluftofen.

Nach anfänglichen Misserfolgen hatten wir den Dreh dann soweit raus das wir in den Urlaubstagen mehr als  10 Kilo Mehl verbacken haben.

Für ein Brot benötigt man

  • 500 Gramm Mehl, wir haben dunkles und helles 1:2 gemischt. Am besten man macht das Abmessen des Mehls „outdoor“ über das Volumen, da kaum einer eine Waage mitschleppt. Also vorher einen Kopf machen!
  • 1 Päckchen Trockenhefe, ging prima
  • Salz
  • Wasser
  • eine Handvoll Körnermischung, für Optik und Geschmack
  • 1 großen Topf aus Edelstahl mit Deckel, wir hatten einen 3 Liter MSR Topf dabei
  • 1 kleinen Topf aus Edelstahl, bei uns war es ein 1,5 Liter Topf von Primus
  • 3 Kiesel
  • ein ordentliches Feuer was man zur Glut runterbrennen lässt, und was für mind. 1 Std. noch Hitze halten muss. Die Glut darf nicht zu heiß sein, es sollte sich schon etwas weiße Asche gebildet haben.

Den Teig im großen Topf kneten, zu einem runden Brotleib formen, ordentlich bemehlen und in den kleinen Topf legen. Den großen Topf natürlich wieder säubern, sonst stinkts nachher! Am Boden des kleinen Topfes sollte man ungefähr 1 Handvoll Mehl einstreuen um ein Anbacken zu verhindern.

Die 3 Kiesel in den großen Topf legen und darauf den kleinen Topf stellen. Deckel drauf. Das Ganze lässt man am Rande des Feuers unter Beobachtung 1 Std. in die Nähe des Feuers gehen. Der Teig sollte dann den kleinen Topf ausfüllen.

Nach der Stunde kommt das Ganze so wie es ist auf die Glut und wird eine Stunde gebacken. Dabei unbedingt den Deckel einen winzigen Spalt öffnen. Macht man das nicht, kann die Feuchtigkeit nicht entweichen und der Teig wird Schliff.

Hat man alles richtig gemacht erhält man am Ende ein Brot mit knuspriger, brauer Kruste, dass sich leicht aus dem Topf schlagen lässt.

Bei der Aktion sollte man allerdings nicht zu sehr an seinen Töpfen hängen. Der äußere Topf wird sicher einige Male zum Glühen gebracht. Nach mehrmaligem Backen  ist dadurch die Edelstahloberfläche bald hinüber und wird stumpf.


14
Mai
09

Faltboot

Am Anfang stand der Wunsch nach einem eigene transportablen Wasserfahrzeug. Nach dem Studium unzähliger Selbstbauseiten und Foren, dem Abwiegen der Vor- und Nachteile verschiedener Modelle und Baumethoden habe ich mich für das Modell Sea Tour 15 von Tom Yost entschieden. Einzig die Anzahl der Senten erschien mir etwas zu gering, da ich mein Gerüst nicht aus Aluminium, sondern aus Holz bauen wollte. Aus Aluminium ist bei mir nur der Kiel!

Folglich musste ich den Riss des Bootes anpassen und eine Sente mehr einfügen. Zudem habe ich das Boot noch etwas Breiter gemacht. Dadurch bekommt das Boot einen runderen Schnitt und liegt stabiler im Wasser. Die Originaldatei vom Riss besitze ich anscheinend nicht mehr. Ich versuche trotzdem noch die Maße nachzuliefern.

Kurz was zu den verwendeten Materialen:

  • Die Rundhölzer sind aus Esche, 20 und 15 mm, welche bei uns schwer zu bekommen sind (Der Import aus der Schweiz war ein Krampf)
  • Die Senten sind aus 12 mm Multiplex aus dem Baumarkt, an manchen Stellen zur Verstärkung aufgedoppelt.
  • Alu-Vierkantrohre (20 x 20 x 2 x  5000/ 15 x 15 x 1000) und Messingrohre zum Verbindern der Hölzer sind von Gemmel Metalle
  • Die Haut besteht aus 680er PVC-LKW Plane

Zum bauen braucht man viel Platz um den, ich nenne ihn mal, Kielbalken aufzubocken. Dieser muss absolut knickfrei und waagerecht sein. Auf diesem wird nämlich der Kiel (Aluvierkant) installiert und der Kielsprung festgelegt.

Für den weiteren Aufbau am besten mal bei Tom Yost’s Website vorbeischauen. Eine bessere Dokumentation wird man kaum finden.

Nur soviel…

Die Hölzer sind mit Epoxidharz in die Messinghülsen eingeklebt und wasserdicht vergossen. Das hält bis jetzt sehr gut. Die Hülsen an den Enden kalt zusammenzupressen war eventuell nicht so gut. Dadurch ist es zu Spannungsrissen an den Hülsen gekommen. Eventuell sollte man diese vorher erhitzen. Die Hölzer habe ich mindestens 3 Mal mit Bootslack gestrichen.

Bei dem Verkleben der PVC-Plane habe ich mich an das Vorgehen von Wolfgang Bion gehalten, also direkt auf dem Gerüst geklebt. Deswegen auch die nette Mumifizierung in Küchenfolie.  Die Verklebung erfolgt dann mit einer 1:1 Mischung aus „Pattex Transparent“ und Aceton. Die Mischung wird auf beide zu klebenden Teile 2 – 3 Mal dünn mit einem Pinsel aufgetragen. Die Flächen vorher mit Aceton abreiben und dadurch die Fläche aufrauen. Zwischen dem Auftragen die Klebestellen vollständig trocknen lassen. Am schnellsten geht das mit einem Heißluftfön.

Die Verklebung erfolgt dann unter möglichst viel Druck und Hitze, wieder mit dem Fön. Dazu die Plane soweit aufheizen bis man sie gerade noch anfassen kann und mit einem Tuch fest anreiben.

Die Stellen die keinen Kleber abbekommen sollen kann man sehr gut mit Malerkrepp abkleben.

(Ein belüfteter Raum ist von großem Vorteil. Ich habs geschafft ca. 1 Liter Aceton zu verdunsten.)

Nachdem die Haut um das Gerüst geklebt ist, wird der vorbereitete 10er Reißverschluss auf das hintere Deck geklebt, geöffnet und das Deck aufgeschnitten. Jetzt kann das Gerüst das erste Mal aus dem Boot gezogen werden.

Das fertige Boot hat eine Länge von 4,50 Meter, ist ca. 62 cm breit und 32 cm hoch.

– Gleich vorneweg – der Artikel ist noch nicht abgeschlossen. Dadurch das der Bau schon etwas zurückliegt, werde ich Gedanken die mir nach und nach einfallen noch ergänzen.

Bilder sagen mehr als Worte…

Fotos von der Bauphase und vom fertigen Faltboot

14
Mai
09

Kompasstasche aus Cordura

Da es Recta anscheinend nicht fertig bringt bei einem sündteuren Kompass eine vernünftige Tasche beizulegen, muss man selber ran.

Benötigt werden nur ein Stück Cordura, Klettband und eine halbe Stunde Zeit…der Rest ergibt sich.

Kompasstasche

14
Mai
09

Beef Jerkey

Weil einfach mal lecker und selbstgemacht noch leckerer hier mal meine Variante der Trockenknabberei.

Zutaten für 500 Gramm Fleisch:

  • 6 EL süß-pikante Cilisoße (Barbecue Soße vom Lidl)
  • 2 EL Worchestersoße
  • 1/2 große, fein gehackte Zwiebel (perfekt in der Moulinette)
  • 2 – 3 fein, gehackte Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz, leicht gehäuft (Rauchsalz ist lecker)
  • ein paar Spritzer Tabasco
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • Wasser

– Die Marinade eignet sich auch super zum marinieren von Grillsteaks!

Zubereitung:

Absolut fettfreies Muskelfleisch (sonst wirds später ranzig) in schmale Streifen schneiden, etwa 0,5 bis 1 cm. Wenn möglich quer zum Faserverlauf, dann fällt das Kauen später leichter. Das Fleisch wird über Nacht in der Mariande eingelegt. Darauf achten das das ganze Fleisch bedeckt ist (über die Wassermenge steuern).

Am nächsten Tag die Fleischstreifen über den Rost hängen und darauf achten das sie sich nicht berühren. Wenn möglich lasse ich soviel Marinade dran wie geht.

– Vor dem eigentlichen Trocken das Fleisch unbedingt auf 70°C erhitzen um Keime abzutöten. Durch das anfängliche starke Erhitzen werden Keime durch feuchte Hitze abgetötet.
– Durch langsames Trocknen bei geringer Wärme (wie in einem Dörrautomaten) werden die Keime wesentlich resistenter gegen spätere, auch starke Hitzewirkung (->Stichwort Sporenbildung)
– Danach bei einer konstanten Temperatur von 50°C trocken um schnell die Feuchtigkeit zu entziehen.

Das Procedere stammt nicht von mir sondern ist eine Empfehlung des United States Department of Agriculture – Food Safety and Inpection Service zum Thema Jerkey.

Die Lagerzeit bei industriell getrocknetem Jerkey beträgt 12 Monate, bei selbstgemachten 1 – 2 Monate.

Rindfleisch wird nach dem Trocknen im Gegensatz zu Schweinefleisch fast schwarz. Auch der Geschmack unterscheidet sich deutlich. Das Rindfleisch schmeckt leicht süßlich, wesentlich strenger.

Viel Spaß beim Nachtrocknen…

14
Mai
09

Tarptent

Ich hatte mein Tarptent zwar schon mal bei outdoorseiten.net vorgestellt. Hier möchte ich aber noch mal eine vollständige Zusammenstellung liefern.

Am Anfang stande der Wunsch nach einem leichten 1 Personen Zelt. Dies sollte so leicht wie möglich sein. Außerdem war Vorraussetzung bei schönem Wetter das Außenzelt solo nutzen zu können.

Um mir die Planung zu erleichtern habe ich auf das Programm Google Sketch Up zurückgegriffen. Bei den Maßen habe ich mich an Tarptents wie dem Shangri La 1 von Golite oder dem Nigth Heaven von OR angelehnt.

Alle benötigten Materialien habe ich mir von Extremtextil besorgt.

Verarbeitung:

Zur Übertragung der Maße aus Google Sketch Up habe ich Papiertischdecken von der Rolle auf den Boden geklebt und die Maße mit Filzstift übertragen. Darauf dann der Stoff gelegt und das Muster auf den Soff übertragen. Darauf achten das der Fadenverlauf an der Firstnaht parallel verläuft. (So dehnt und verzieht sich der Stoff am wenigsten)

Die Fixierung der Stoffe aufeinander vor dem Nähen habe ich mittels Pritt – Stift gelöst. Die Klebkraft reicht aus um die Stoffe durch einen Doppelkappnaht zu verbinden.

Zur Fixierung der Trekkingstöcke habe ich jeweils eine kleine Tasche aus Cordura vorne und hinten in die Firstnaht integriert.

In Außen- und innezelt ist jeweils ein doppelseitiger 2er Reißverschluss von YKK verarbeitet.

Alle Abspannpunkte sind durch doppelte Stofflagen verstärkt.

Den Reißer für das Innenzelt habe ich zuerst auf den Stoff genäht (äußere Naht), danach erst den Stoff mittig aufgeschnitten, nach inne eingeschlagen und mit einer 2. Naht (innere Naht) befestigt.

…..nach ein paar Nächten im Zelt würde ich ihm definitiv zutrauen eine Sturm zu überstehen….

Das Gewicht…

– komplettes Tarptent 946 Gramm

– das Außenzelt allein 420 Gramm

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Mittlerweile habe ich auch die zugehörige Google SkechUp Datei zum Download online gestellt….KLICK

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Hier gibts einen Haufen Fotos vom Tarptent

13
Mai
09

Luxemburgische Schweiz – Mullerthal Trail

Nachtrag…Es ist zwar schon eine Weile her, trotzdem möchte ich noch ein paar Bilder von einem Kurztrip in die Luxemburgische Schweiz nachliefern den ich mit einem Bekannten im Dezember 2008 gelaufen bin.  Mein Tourpartner hatte den Vorschlag gemacht eine Teil des Mullerthal-Trails zu laufen. Gestartet sind wir in Echternach und sind in 3 Tagen einen Großteil der  Route 2 und 3 gelaufen. Das Wetter war Temperaturen um den Gefrierpunkt, Morgennebel und Sonnenschein einfach ideal. Der Weg zieht sich zwar durch urbanes Gebiet, umgeht dabei Ortschaften aber meist recht geschickt.

Die hohen Sandsteinwände der Sächsischen Schweiz sucht man auf dem Trail vergebens. Dafür hat die Gegend eine Reihe anderer Reize. So findet man eine ganze Reihe von engen Schluchten und Höhlen zwischen den Sandsteinwänden.  Außerdem besteht nicht das Wasserproblem wie in der Sächsischen Schweiz.  Man sollte aber unbedingt einen Wasserfilter einpacken. Wenn man das, wie wir,  nicht beachtet bekommt man mit Sicherheit später die Rechnung serviert.

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