16
Mai
09

Brot – Im – Topf

Die Idee uns nahrungstechnisch mal auf diese Weise zu versorgen entstand in der Planungsphase zu unserem Kanuurlaub 2003 in Finnland. Die Methode ist unter anderem recht gut in dem Buch „Outdoor – Praxis“ von Werner Höh beschrieben. Ein kleinerer Topf mit dem Teig wird auf 3 Steine in einen größeren Topf gestellt. Auf diese Weise erhält man eine Art Umluftofen.

Nach anfänglichen Misserfolgen hatten wir den Dreh dann soweit raus das wir in den Urlaubstagen mehr als  10 Kilo Mehl verbacken haben.

Für ein Brot benötigt man

  • 500 Gramm Mehl, wir haben dunkles und helles 1:2 gemischt. Am besten man macht das Abmessen des Mehls „outdoor“ über das Volumen, da kaum einer eine Waage mitschleppt. Also vorher einen Kopf machen!
  • 1 Päckchen Trockenhefe, ging prima
  • Salz
  • Wasser
  • eine Handvoll Körnermischung, für Optik und Geschmack
  • 1 großen Topf aus Edelstahl mit Deckel, wir hatten einen 3 Liter MSR Topf dabei
  • 1 kleinen Topf aus Edelstahl, bei uns war es ein 1,5 Liter Topf von Primus
  • 3 Kiesel
  • ein ordentliches Feuer was man zur Glut runterbrennen lässt, und was für mind. 1 Std. noch Hitze halten muss. Die Glut darf nicht zu heiß sein, es sollte sich schon etwas weiße Asche gebildet haben.

Den Teig im großen Topf kneten, zu einem runden Brotleib formen, ordentlich bemehlen und in den kleinen Topf legen. Den großen Topf natürlich wieder säubern, sonst stinkts nachher! Am Boden des kleinen Topfes sollte man ungefähr 1 Handvoll Mehl einstreuen um ein Anbacken zu verhindern.

Die 3 Kiesel in den großen Topf legen und darauf den kleinen Topf stellen. Deckel drauf. Das Ganze lässt man am Rande des Feuers unter Beobachtung 1 Std. in die Nähe des Feuers gehen. Der Teig sollte dann den kleinen Topf ausfüllen.

Nach der Stunde kommt das Ganze so wie es ist auf die Glut und wird eine Stunde gebacken. Dabei unbedingt den Deckel einen winzigen Spalt öffnen. Macht man das nicht, kann die Feuchtigkeit nicht entweichen und der Teig wird Schliff.

Hat man alles richtig gemacht erhält man am Ende ein Brot mit knuspriger, brauer Kruste, dass sich leicht aus dem Topf schlagen lässt.

Bei der Aktion sollte man allerdings nicht zu sehr an seinen Töpfen hängen. Der äußere Topf wird sicher einige Male zum Glühen gebracht. Nach mehrmaligem Backen  ist dadurch die Edelstahloberfläche bald hinüber und wird stumpf.



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