Archiv für Mai 2009

27
Mai
09

Isomatten Kombis

Mittlerweile haben sich eine ganze Reihe von unterschiedlichen Isomatten bei mir angesammelt. Stand anfangs Komfort und Packmaß im Vordergrund, ist es jetzt immer mehr das Gewicht.

– Die erste Erwerbung war vor Jahren eine Exped Downmat 7.  Mit einem Gewicht von gut 1 Kilogramm nehme ich diese eigentlich nur noch mit auf Tour wenn ich sie nicht tragen muss. Mit einem R-Wert von 5,9 hält sie bis knapp -20°C warm. Für mich eine reine Wintermatte.

– Auf der Suche nach einer leichteren Alternative bin ich bei der Artiach Skin Micro Light in Kombination mit der Artiach Light Plus gelandet. Mit beiden Matten (R-Wert 3,4 + 2,5) ist auch diese Komination durchaus für den Winter tauglich. Das Gewicht von 640 Gramm (410 + 225) ging bis jetzt für mich voll in Ordnung.

– Trotzdem reizte es mich noch ein paar Gramm einzusparen. Da mir eine Hälfte einer Exped Doublemat in die Hände fiel, war die Gelegenheit da noch etwas Gewichtreduzierung zu betreiben. Die zurechtgeschnippelte 4 mm dicke Doublemat bringt gerade mal noch 140 Gramm auf die Waage. Zusammen mit der Artiach Skin Micro Light sind 550 Gramm Gesamtgewicht und das Packmaß für mich rekordverdächtig. Auch mit diesen beiden Matten sollten eigentlich ohne weiteres wintertauglich sein, jedenfalls in Mitteleuropa.

26
Mai
09

RaidLigth „Stop Run“ – Gamaschen

Als sinnvolle Ergänzung zu meinen Inov8 Trailrunners schwebte mir ein Paar Gamaschen vor. Dadurch sollen meine Trairunners schlechtwettertauglicher, schneetauglicher, gerölltauglicher werden.

Beim Freak konnte ich schon mal die Inov Gaiters in Augenschein nehmen. Allerdings  gibt es bei diesen ab und zu Probleme mit den Befestigungsgummis. Bei einigen halten die Gummis ohne Probleme, bei anderen sind sie nach ein paar Kilometern durch.

Nach kurzem Entscheidungsprozess im Raceliteshop in Garmisch habe ich mich kurzerhand für die RaidLigth „Stop Run“ Gamaschen entschieden, da die für mich den eindeutig robusteren Eindruck machten.

Die Gamaschen bestehen aus einem Materialmix. Vorne aus wasserdichtem Ripstop Nylon, hinten aus atmungsaktivem Strechmaterial. Befestigungshaken und der Schnürzug sind mit Kunstleder verstärkt. Der Sohlenstraps ist aus einer Art derber LKW Plane. Die Knöchel sind durch Schutzpolster abgedeckt.

Das Gewicht beträgt genau 100 Gramm. Nicht ganz UL, aber noch akzeptabel.

Leider hatte ich noch keine Gelegenheit diese in Aktion zu testen, obwohl sich dies auf der Benediktentour bei der Querung von Schneehängen angeboten hätte.

25
Mai
09

Benediktenwand

Da wir über Himmelfahrt bei einer Freundin in Penzberg zu Besuch waren, wollten wir uns die Chance nicht entgehen lassen wenigstens eine Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Das Wetter war in den Tagen recht unbeständig und so entschieden wir uns, trotz recht guter Wetterprognose, die 1000 HM zur Benediktenwand in Angriff zu nehmen, da dort die Möglichkeit besteht bei Schlechtwetter in die Schutzhütte auszuweichen. Wie wir sehen sollten war die Entscheidung die richtige.

Zudem bot die Tor wieder mal wieder Gelegenheit a bissl Equipment zu testen…

Vodpod videos no longer available.

Als Aufstiegsvariante nahmen wir diesmal Variante von Petern in der Jachenau, da ich die anderen mehr oder weniger kannte.

Der Weg zog sich anfangs recht steil über einen Sattel, dann etwas flacher Richtung Tanner Alm und aufwärts zur Bichler Alm. Um das Höllloch, dann ging es richtig steil über Geröll den Altweibersteig die Nordseite der Benediktenwand hinauf. Rückzu wollten wir auf jeden Fal einen anderen Weg nehmen, da dieser bergab sicher nicht ganz ohne ist.

Eigentlich war der Plan die Nacht zwischen den Latschen zu verbringen. Als es gegen 4 Uhr allerdings mit tröpfeln anfing, haben wir es doch vorgezogen in die Hütte umzuziehen. Nachts pfiff der Wind ganz schön laut um die Hütte, so das es mit dem Einschlafen etwas dauerte.

Gegen Morgen war es dann richtig zugezogen und regnerisch.

Nach dem Frühstück ging es weiter dem Grat folgend Richtung Brauneck über nassen glitschigen Fels und Altschneefelder. Bei den Querungen war doch etwas Obacht geboten. Meine Inov Trailrunners erwiesen sich dabei ordentlich griffig und kein bisschen überfordert.

Mittlerweile kam auch langsam die Sonne wieder durch die Wolken, so das die Goretex Bekleidung im Rucksack verschwinden konnte.

Kurz vor der Idealhanghütte hatten wir dann noch eine Begegnung der besonderen Art. 3 Steinböcke lagen ca. 15 Meter abseits des Weges im Geröll, und ließen sich durch unsere Anwesenheit und unser Fotografieren überhaupt nicht stören. (1967 hat man  ein paar von ihnen im Brauneckgebiet ausgewildert, und diese haben sich anscheinend recht gut vermehrt.)

Bei der Idealhanghütte genehmigten wir uns Radler und Strudel und folgten danach dem Höhenweg zurück in die Jachenau.

Zum Schluss waren wir doch recht fertig, vor allem durch die Bergab – Hatscherei die wir Flachlandtiroler nicht gewöhnt sind. Es war trotzdem einfach eine super Tour.

Einige Fotos der Tour..

19
Mai
09

Primaloftweste

Auf der Suche nach einer möglichst leichten, robusten Weste ist irgendwann die Entscheidung für eine Eigenbauvariante aus Primaloft und Pertex Quantum gefallen. Das Teil sollte natürlich möglichst leicht sein. Durch den leichten Oberstoff ist die Weste natürlich nur bedingt robust. Da ich sie aber meist als Zwischenschicht benutze ist das kein Problem.

Von Jalie gabs das passende Schnittmuster. Allerdings habe ich auf die seitlichen Taschen verzichtet. Zu schwer und zu kompliziert zu nähen. Das Pertex, ein Hauch von nix, ist nicht ganz einfach zu verarbeiten. Das Muster habe ich an den hinteren Nähten noch etwas enger und körperbetonter gefasst. Das Primaloft ist nur am Außenstoff festgenäht, das Innenfutter hängt lose drin, und ist nur an den vertikalen Nähten fixiert. Kältebrücken sind dadurch kein Thema.

Primaloft, Pertex und Reißer habe ich wieder von Extremtextil. Damits schön warm wird habe ich auf das Primaloft mit 133 Gramm Flächengewicht zurückgegriffen.
Das Vernähen von Pertex und Primaloft geht recht gut, wenn man zwischen Nadel und Primaloft eine Lage Zeitungspapier legt. Zum Schluss kann man das Papier einfach abreißen.

Das gute Stücke konnte schon ein paar Mal beweisen was in ihm steckt. Bis 5° C reicht mir die Weste von der Wärmeleistung locker aus . Der passende Schnitt, die gut schließenden Arme und der Bundabschluss leisten ihren Beitrag dazu.

Das Gewicht von 210 Gramm gehen für mich voll in Ordnung.

Fotos von der Weste gibts hier….

18
Mai
09

Furt-Kombi für Island

Islands Flüsse sind kalt, sehr kalt. Selten wärmer als 5°C, gletschernah auch knapp am Gefrierpunkt. Da kann eine Flussquerung unangenehm bis gefährlich werden. Bei der letzten Islandreise waren noch Tevas im Gepäck. Diese sind mir aber mittlerweile zu schwer. Eine wesentlich leichtere Alternative dazu bieten die Waldies mit gerade mal 275 Gramm. Zusätzlich zum Furten fliegen das nächste Mal ein Paar Camaro Neoprensocken (150 Gramm das Paar) mit auf die Insel. Damit sollten sich auch längere Querungen recht bequem meistern lassen.

Etwas Sorgen bereiteten mir noch die Fersenstrapse der Waldies. Bei diesen bin ich mir nicht 100%ig sicher ob sie in schnell fließendem Wasser in der exakten Position bleiben würden, um den Schuh sicher am Fuß zu fixieren. Des Problems Lösung ist ein einfacher Klettstraps. Damit sitzen die Waldies bombenfest.

Die Straps stammen übrigens von der Exped Doublemat.




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